Sieben Geheimnisse

(c) S. Kropf - Natur im Garten

Einen achtsamen Umgang miteinander üben und gleichzeitig Tast- und Orientierungssinn trainieren.

Alter: 6-12 Jahre
Dauer: 15-20 Minuten
Organisation / Einrichtung: „Natur im Garten“ www.naturimgarten.at
Fächer: Sachunterricht, Biologie und Umweltbildung, Achtsamkeit und Sinnesschulung

Benötigte Materialien: Augenbinden

Mit dieser Methode kann ein sensibler und achtsamer Umgang miteinander trainiert und Vertrauen zu den Mitschüler*innen aufgebaut werden. Sie kann jederzeit ohne große Vorbereitung eingesetzt werden und trainiert gleichzeitig den Tast- und Orientierungssinn. Der Schulgarten als anregender Lernort bietet sich an und wird mit allen Sinnen auf neue Art und Weise entdeckt.

Ablauf

Zu Beginn ist es wichtig, mit allen Schüler*innen die Bedeutung eines sensiblen und vorausschauenden Umgangs miteinander zu besprechen.

Dann gehen die Kinder paarweise zusammen. Eines der beiden bekommt eine Augenbinde aufgesetzt und wird vom anderen Kind vorsichtig durch den Garten geführt. Es bekommt nacheinander bis zu sieben verschiedene Pflanzen oder Naturmaterialien im Garten zum Ertasten. Diese sind bestenfalls sehr unterschiedlich und markant (weich-hart, kalt – warm, klein - groß etc.). Unangenehme oder gefährliche Dinge sind tabu.

Das sehende Kind führt die Hände des blinden Kindes langsam an die Pflanze oder den Gegenstand heran und ist aufmerksam, dass keine Verletzungsgefahr besteht (z.B. vorbeifliegende Bienen oder stechende Pflanzen).

Das „blinde“ Kind versucht sich den gegangenen Weg und die Pflanzen bzw. die Gegenstände zu merken.

Anschließend nimmt das geführte Kind die Augenbinde ab und versucht die ertasteten sieben Dinge, die „7 Geheimnisse“, durch vergleichendes Tasten wiederzufinden.

Dann werden die Rollen getauscht.

Reflexion:

Am Ende kommen alle in einem Kreis zusammen und es wird besprochen, wie es den Kindern ergangen ist. Diese Reflexion vertieft das Erlebte und ermöglicht es den Schüler*innen, sich der Bedeutung eines sensiblen und achtsamen Umgangs miteinander bewusst zu werden. Hierzu eignen sich beispielsweise folgende Fragen:

  • Was hat sich besonders gut angefühlt, was war unangenehm?
  • Habt ihr geglaubt, dass die ertasteten Dinge so ausschauen oder wart ihr überrascht?
  • War es leicht, die ertasteten Geheimnisse mit den Augen wiederzufinden?
  • Wie ist es euch ergangen als ihr blind unterwegs wart?
  • Habt ihr euch durch das Geführt-werden sicher gefühlt?
  • Was würdet ihr euch von eurer Partnerin / eurem Partner wünschen?

Kompetenzorientierte Lernziele

  • Die Lernenden werden sich der Bedeutung eines sensiblen und achtsamen Umgangs miteinander bewusst.
  • Sie bauen Vertrauen zu den Mitschüler*innen auf.
  • Sie können den Tast- und den Sehsinn miteinander koordinieren und ihren Orientierungssinn anwenden.
(c) S. Kropf - Natur im Garten
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Gestaltungstipps für Ihren Schulgarten und Informationen
zu gartenpädagogischen Fortbildungen finden sie unter:
www.naturimgarten.at/gartenpaedagogik

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