Neophyten: Webrahmen aus dem Japanischen Staudenknöterich

Bastelanleitung für einen Webrahmen aus Naturmaterialien

Alter: 6 - 14 Jahre
Dauer: 2 Unterrichtseinheiten
Organisation / Einrichtung: Natur im Garten
Fächer: Sachunterricht, Biologie und Umweltbildung, Kunst und Gestaltung, Technik und Design

Selbst gemachte und bunt bestückte Webrahmen sind ein sehr attraktives Element in einem naturnahen Garten. Der Einsatz des Japanischen Staudenknöterichs als Gerüst für den Webrahmen kommt der Bekämpfung des invasiven Neophyten zugute. Aber Achtung: Alle Teile bzw. Reststücke der Pflanze sollten über den Restmüll entsorgt werden, da sonst die Gefahr besteht, dass diese austreiben.

Benötigte Materialien:

  • 4 Stängel vom Staudenknöterich (ca. 30 cm lang)

  • Handsäge

  • Jutegarn

  • Schere

  • Gartenschere

  • Naturmaterialien zum Einweben

  • Anleitung für den Webrahmen

Einen Webrahmen mit vorhandenen Naturmaterialien herzustellen, ist relativ simpel und erfordert nur einen geringen Materialeinsatz. Fast alles, was dafür benötigt wird, kann im Garten gesammelt werden. Das Gerüst für den Webrahmen wird aus dem Japanischen Staudenknöterich gemacht, der mit seinen breiten und robusten Stängeln ideal dafür ist. Der invasive Neophyt überwuchert weite Flächen an Flussufern und ist vielerorts auffindbar. Gemeinsam mit den Kindern kann die Pflanze besichtigt, besprochen und im Anschluss „bekämpft“ werden. Durch den Rückschnitt wird die Pflanze geschwächt und dadurch eine positive Maßnahme für den Naturschutz gesetzt. Wichtig: Alle Pflanzenteile mitnehmen und nicht verwendete Teile insbesondere Wurzelstücke im Restmüll entsorgen. Weiterführende Informationen zu den Neophyten gibt es unter Neophyten kennenlernen.

Ablauf

  1. Japanischen Staudenknöterich ernten

Vorab muss eine Stelle gefunden werden, wo der Japanische Staudenknöterich gedeiht. Üblicherweise am Ufer von Flüssen. Hier lohnt es sich einen kurzen Ausflug mit den Schülerinnen und Schülern zu machen und die Pflanze genau unter die Lupe zu nehmen. Im Zuge dessen kann das Thema der invasiven Neopyhten aufgegriffen und besprochen werden. Weiterführende Informationen hierzu gibt es unter der Methode Neophyten kennenlernen. Zeitig im Frühjahr zeigen sich die ersten Sprosse der Pflanze, die Wuchshöhe im Hochsommer und Herbst (sofern nicht geschnitten) erreicht um die zwei bis drei Meter. Der Knöterich sollte mit einer Astschere oder Handsäge möglichst bodennah geschnitten, die Wurzeln ausgegraben und alle (!) Pflanzenteile mitgenommen werden. Nicht verwendete Teile unbedingt über den Restmüll entsorgen.

  1. Material für Rahmengerüst schneiden

Im Schulgarten kann das Material geschnitten werden. Hierfür die frischen Stängel auf einen Arbeitstisch legen, mit einer Hand oder mit einer Zwinge fixieren und mit der Handsäge in ca. 30 cm kurze Stücke teilen. Da die Stängel innen hohl sind und mit Druck leicht einbrechen, sollten sie vorsichtig behandelt werden. Wir empfehlen die Stängel einige Tage trocknen zu lassen, bevor der Rahmen gebaut wird, da die Pflanzenteile eintrocknen und etwas schrumpfen.

  1. Webrahmen basteln

Die Stängel des Neophyten werden auf dem Arbeitstisch in einem Quadrat aufgelegt:

 

Mit einem ca. 20 cm langen Spagat in jeder Ecke mehrmals über Kreuz umwickeln und mit einem Doppelknoten verbinden, damit der Rahmen stabil bleibt.

 

4. Webrahmen bespannen

Ein ca. 2 m langes Stück Spagat wird in einer Ecke des Rahmens angeknüpft. Von dort aus wird der Faden jeweils abwechselnd oben und unten am Rahmen fixiert. Hierfür einmal den Rahmen umwickeln, den Faden gut anspannen und mit einem Knoten befestigen. Ist der Webrahmen voll bespannt, wird der Spagat am Ende in einer Ecke gut mit einem doppelten Knoten fixiert.

5. Weben mit Naturmaterialien

Nun kommt der schönste Teil. Pflanzenstängel, Gräser, dünne Äste, alles was das Herz begehrt und sich zum Weben eignet darf eingewoben werden. Am Ende kann der Rahmen mit bunten Blüten, Zapfen, Federn etc. geschmückt werden.

 

Das Mobile macht sich hervorragend im Garten, ist aber auch eine hübsche Bereicherung für Innenräume.

 

Kompetenzorientierte Lernziele:

  • Die Schülerinnen und Schüler können feinmotorische Aufgaben ausführen.
  • Sie können einer Bauanleitung folgen.
  • Sie wissen, was eine invasive Pflanze ist, wo sie gedeiht und warum sie problematisch ist.
  • Die Schülerinnen und Schüler werden zu unterschiedlichsten Sinneserfahrungen angeregt.

Weiterführende Ideen

Siehe auch: Neophyten kennenlernen

Siehe auch: Neophyten: Die Geschichte der Kartoffel

Siehe auch: Neophyten: Memo-Spiel

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zu gartenpädagogischen Fortbildungen finden sie unter:
www.naturimgarten.at/gartenpaedagogik

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