Kräutertopf anlegen

Unterschiedliche Kräuter in Töpfen im selbst gemischten Substrat einpflanzen

Alter: 6 - 14 Jahre
Dauer: 2 Unterrichtseinheiten
Organisation / Einrichtung: „Natur im Garten“ www.naturimgarten.at
Fächer: Biologie und Umweltbildung, Sachunterricht, Ernährung und Haushalt, Kunst und Gestaltung

Ein kleiner Kräutergarten bietet vielfältige Möglichkeiten zum Naturerleben durch Riechen, Fühlen oder Schmecken. Nicht nur im großen Gartenbeet, sondern auch auf kleinstem Raum, z.B. in Form von Trögen oder Töpfen, lassen sich die duftenden und wohlschmeckenden Kräuter anpflanzen.

Benötigte Materialien:

  • verschiedene Kräuter in Bioqualität
  • torffreies Substrat
  • Kompost
  • Quarzsand
  • Trog oder Topf
  • Akkubohrer zum Bohren des Abflusslochs
  • Gartenvlies oder Stoffrest
  • Blähton
  • Untersetzer

Ablauf

Neben der Pflanzung ist es empfehlenswert, die Schülerinnen und Schüler bereits bei der Planung miteinzubeziehen. So kann gemeinsam überlegt werden, welche Kräuter den Lernenden besonders gut schmecken oder was zur Jause verarbeitet werden kann.

Kindgerechte Bepflanzungsbeispiele:

  • Jausen-Topf: Schnittlauch, Rucola, Basilikum
  • Limonaden-Topf: Pfefferminze, Apfelminze, Zitronenmelisse
  • Pizza-Topf: Thymian, Oregano, Majoran

Für die Pflanzung der Kräutertöpfe werden Kleingruppen gebildet. Im Optimalfall gestaltet jede Kleingruppe einen eigenen Topf mit Kräutern nach Wunsch. Werden nicht so viele Kräutertöpfe benötigt, können die verschiedenen Aufgaben wie das Mischen der verschiedenen Substrate und die Vorbereitung der Töpfe auf die Gruppen aufgeteilt werden.

1. Schritt: Substrat mischen

Die Lernenden mischen zuerst die Pflanzenerde aus unterschiedlichen Komponenten.

Humoser Kräutertopf: Aus gleichen Teilen Gartenerde, Kompost und Quarzsand kann man sich die passende Erde selbst mischen. Alternativ kann torffreie Blumenerde verwendet werden. Dieses Substrat ist beispielsweise geeignet für Minze, Melisse, Basilikum, Petersilie und Schnittlauch.

Mediterraner Kräutertopf: Für mediterrane Kräuter wird der Kompostteil oder Blumenerdanteil verringert und der Sandanteil erhöht, um einen durchlässigen Boden zu erhalten. Splitt kann ebenfalls untergemischt werden. Solche Böden sind optimal für sonnenanbetende Kräuter wie Rosmarin, Oregano, Thymian und Salbei.

2. Schritt: Gefäße befüllen

Die Gefäße sollten möglichst groß sein, mindestens 10 Liter sind optimal. Helle Töpfe erhitzen sich in der Sonne nicht so stark und sind daher besser geeignet. Neben gekauften Trögen und Töpfen können auch recycelte (wie z.B. große Blechdosen) oder umfunktionierte Behälter (wie z.B. Tragetaschen) farbenfroh selbstgestaltet werden. Alternativ können Tröge aus Holz im Werkunterricht hergestellt werden.

Falls nicht bereits vorhanden, zunächst mehrere Abflusslöcher für das Gießwasser in den Topf bohren. Im Optimalfall liegen die Löcher seitlich je nach Topfgröße etwa 2 -4 Zentimeter über dem Topfboden.

In den Topf zunächst einige Zentimeter Blähton als Drainageschicht füllen. Hier kann Gießwasser gespeichert werden, ohne dass die Wurzeln verfaulen. Dies verringert den Gießaufwand.

Darauf einen Stoffrest oder Gartenvlies als Trennschicht legen und das fertig gemischte Substrat einfüllen. Den Topf aber noch nicht vollständig befüllen, sondern ausreichend Platz für die Bepflanzung belassen.

3. Schritt: Bepflanzung

In einem 10 Liter-Topf finden etwa zwei Kräuter Platz. In kleineren oder größeren Töpfen entsprechend weniger oder mehr.

Die Kräuter aus den kleinen Töpfen nehmen und den Wurzelballen ein wenig aufreißen, um die Feinwurzelbildung anzuregen. Anschließend werden die Kräuter so eingesetzt, dass sie etwa 2 cm unter dem Topfrand sitzen. Der Topf wird nun bis zur Höhe der Pflanzen mit Substrat angefüllt und diese angedrückt.

Die fertigen Kräutertröge gut angießen. Empfehlenswert ist eine Mulchschicht, zum Beispiel aus Hanfschäben, die das Austrocknen verringert. Die mediterranen Tröge können auch mit Sand gemulcht werden. Vor allem Töpfe mit Abflusslöchern im Boden auf einen Untersetzer stellen, damit dieser als Wasserspeicher dienen kann.

Abschließend die Kräutertröge an einem geeigneten Ort aufstellen und gebührend bewundern.

Die gesamte Unterrichtseinheit findet im Freien, im besten Fall im Schulgarten statt.

Zusätzlich zu den Pflanztrögen können Pflanzschilder in Form von Holzleisten oder Steinen (anmalen und beschriften) gebastelt werden.

Kompetenzorientierte Lernziele

  • Die Lernenden kennen unterschiedliche Ansprüche von Pflanzen
  • Sie kommen in Kontakt mit dem Begriff Substrat und lernen es selbst abzumischen
  • Sie können Töpfe/Tröge fachgerecht befüllen
  • Sie können Pflanzen standortgerecht auswählen
  • Die Lernenden üben Pflanzen umtopfen/einsetzen

Download und weiterführende Links:

Gestaltungstipps für Ihren Schulgarten und Informationen
zu gartenpädagogischen Fortbildungen finden sie unter:
www.naturimgarten.at/gartenpaedagogik

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